Welchen Stellenwert hat Nachhaltigkeit für Sie?
„Themen wie Tierwohl, Nachhaltigkeit und Wassernutzung werden immer wichtiger. Sie sind für unsere künftigen Investitionen unerlässlich. Damit erfüllen wir unsere Verpflichtung zu sozialer und ökologischer Verantwortung. Wir sind bestrebt, die Produktions- und Konsumketten einander anzunähern, um die Transportwege zu verkürzen und dadurch unsere CO2-Emissionen zu senken. Wir sind diejenigen, die die lokale Geflügelproduktion in Frankreich in die Wege geleitet haben; das ist es, was man unter „Regionalisierung des Angebots“ versteht. Unsere Hähnchen werden zu 100 % in der Region Rhône-Alpes produziert.
Ehrlich gesagt bekommen wir den Klimawandel bereits zu spüren. Wir müssen unsere Arbeit angesichts steigender Temperaturen neu organisieren. Über Tag ist es nicht mehr möglich, Hühner zu fangen. Bei +40 °C lässt sich nur schwer ausreichende Arbeitsmotivation wecken. Nächstes Jahr werden wir es also unseren spanischen Kollegen gleichtun. Wir werden nachts in der Fabrik arbeiten und mittags aufhören.“
Können Sie genügend Arbeitskräfte finden?
„Das ist ein generelles Problem, und in der Tat haben wir auch einige freie Stellen. Wahrscheinlich werden wir in Zukunft immer weniger Arbeitskräfte einsetzen und die Arbeit verstärkt von Maschinen erledigen lassen. Dabei müssen jedoch Produktqualität und Leistung unsere obersten Prioritäten bleiben. Wir müssen daher eine klare Vorstellung von der Leistungsstärke und der Automatisierung unserer Abläufe haben.
In unserer Branche führt kaum ein Weg am Einsatz von Robotern vorbei. Dadurch können wir die körperlich anstrengenden, manuellen Tätigkeiten einschränken und Arbeitskräfte einer neuen Generationen für unsere Branche gewinnen. Die Aufgabenbereiche werden gänzlich andere und technologisch viel interessanter sein.“